St. Nikolaus

Obwohl die dem Domstift gehörende Kirche in Pfersee schon im 12. Jahrhundert ein Benefizium in Perga (=Bergen = Stadtbergen) besaß, weisen die unteren Geschosse des Turmes erst in das späte 14. Jahrhundert, an die sich eine spätgotische Vorgängerin der heutigen Kirche anschmiegte. Aufschluss darüber geben die spätmittelalterlichen Strebepfeiler des heutigern Chores sowie der an Mauerresten erkennbare Grundriss einer früheren kleineren Kirche.

Erstmals wird Jodoc Seidler 1497 als Pfarrer für Bergen erwähnt, der von Pfersee aus die sich bildende Gemeinde betreute. Von Bedeutung für das Pfarrliche Leben war die Gründung der Sebastiansbruderschaft 1640, die sich 1679 an den Kosten für zwei neue Altarblätter beteiligte. Pfarrer Ignaz Eschenlohr, der von 1695 bis 1746 die Pfarrei Pfersee innehatte, ließ einen Neubau der Kirche in Bergen errichten, da die alte Dorfkirche zu klein geworden war. Die Kirche sollte auf den alten Mauern neu aufgebaut und das Langhaus erweitert werden. 1730 erfolgte die Grundsteinlegung und 1731 wurde das Gotteshaus von Weihbischof Jakob Mayr von Augsburg geweiht. Namhafte Künstler wie Johann Georg Bergmüller, Butziger, Wolcker und Joseph Albrecht gestalteten das Innere der Kirche zu einem kleinen barocken Juwel.

1746 wurde der erste eigenständige Pfarrer Anton Lutz von Friedberg (1746 - 1757) in Bergen installiert, 1747 der neue Pfarrhof errichtet. Mit dem neuen Amtsantritt des Pfarrers Johann Benedikt Bergmann von Ottobeuren 1757(- 1794) erfolgte die vollkommene Trennung der Pfarrei Bergen von Pfersee.

Während zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Pfarrei St Nikolaus 633 Seelen zählte, waren es 1906 bereits 1010 Katholiken, so dass Pfarrer Maximilian Wagner (1904-1914) 1905/06 das Gotteshaus um 7,5 m nach Westen verlängern ließ. Pfarrer Winfried Bucher (1961 - 1995) veranlasste 1962/63 einen Pfarrhof-Neubau.

Der Innenraum unserer 173o errichteten Pfarrkirche St. Nikolaus stellt sich als einschiffiges Langhaus mit einem eingezogenen Chor dar. Der kräftige Farbklang des Gesamtraumes ist vor allem geprägt durch die Deckengemälde namhafter Künstler wie Bergmüller und Albrecht. Das Hochaltarbild wurde von Butziger als Kopie nach Corregio 1848 geschaffen sowie das rechte Seitenaltarbild, das Martyrium des hl. Sebastian. Das linke Seitenaltarbild, die Verehrung Mariens schuf ein Schüler Bergmüllers, Joh. Gg. Woicker. Die Ausstattung der Kirche bringt in ihrer Aussage ein einfaches und doch überzeugendes theologisches Programm.

Die Kirche, die auf einer Anhöhe steht, ist Mittelpunkt und Wahrzeichen der Gemeinde, im eigentlichen Sinn aber Wohnung Gottes unter den Menschen. In ihr fühlen sich die Menschen geborgen und im Gebet mit Gott vereint.

Termine

23. Februar 09:15 Uhr
Pfarrgottesdienst, parallel Kreisgottesdienst im Pfarrheim, anschl. Verkauf von selbstgebackenen Faschingsküchle und Kirchplatzcafe
23. Februar 10:45 Uhr
Felixgottesdienst
23. Februar 10:45 Uhr
Hl. Messe
23. Februar 10:45 Uhr
Felixgottesdienst im großen Pfarrsaal
24. Februar 08:30 Uhr
Rosenkranz
24. Februar 14:30 Uhr
Kinderfasching im großen Pfarrsaal
24. Februar 17:00 Uhr
Rosenkranz
25. Februar 08:30 Uhr
Rosenkranz
25. Februar 17:00 Uhr
Rosenkranz
25. Februar 18:00 Uhr
Rosenkranz