Orgel – St. Nikolaus

Im Jahr 2013 beschloss die Kirchenverwaltung von St. Nikolaus eine neue Orgel für die Pfarrkirche bauen zu lassen. Grund hierfür war der marode Zustand der Orgel aus dem Jahr 1906, die aus verschiedenen Teilen anderer ausgedienter Orgeln erbaut war. Nach Einholung und Prüfen mehrerer Kostenvoranschläge und Gesprächen mit dem Leiter des Amtes für Kirchenmusik des Bistums Augsburg, Pater Stefan U. Kling O.PRAEM., fiel die Wahl auf die Orgelbaufirma Heiß aus Vöhringen. Pater Stefan U. Kling und Orgelbaumeister Stefan Heiß schlugen im Blick auf den Kirchenraum eine Disposition im Holzhey-Stil vor. Johann Nepomuk Holzhey (1741 – 1809) zählt zu den bedeutendsten Orgelbauern des süddeutschen Barock.

Die neue Orgel mit dem alten, denkmalgeschützten Prospekt, mit ihren 18 Registern und damit rund 1600 Pfeifen fügt sich gut in den barocken Festsaal der Pfarrkirche ein und unterstreicht mit ihrem satten und zugleich brillanten Klang das Gesamtkonzept des Kirchenraums. Gefertigt sind die Pfeifen aus Zinn, Blei und Messing sowie Fichten- und Eichenholz; das Gehäuse aus Obstholz und die Klaviaturen aus Ebenholz und Bein.

Am 6. Dezember 2015 wurde die neue Orgel beim Festgottesdienst zum Patrozinium der Pfarrgemeinde übergeben. Nach der Segnung der Orgel durch Pfarrer Konrad Huber zeigte Pater Stefan U. Kling die Klangfülle der Orgel.

Die Disposition der Orgel:

  1. Manual: Hauptwerk (C-g‘‘‘):
    • Prinzipal 8‘
    • Flaut traver 8‘
    • Viola di Gamba 8‘
    • Copl 8‘
    • Octave 4‘
    • Flaut 4‘
    • Superoctave 2‘
    • Hörnle 3fach
    • Mixtur 2‘ 4-5fach
  1. Manual: Positiv (C-g‘‘‘):
    • Nachthorn 8‘
    • Hohlflöt 4‘
    • Flagionet 2‘
    • Cornett 2 2/3‘ 3fach
    • Krummhorn 8‘
    • Tremulant
  1. Pedalwerk (C-f‘):
    • Subbass 16‘
    • Violonbass 8‘
    • Flötbass 8‘ (Extension aus Subbass 16‘)
    • Quinte 5 1/3
    • Posaune 8‘

Koppeln: II-I, I-Pedal, II-Pedal, II4‘-Pedal; Schwelltritt für das II. Manual